Grundpflege zu Hause: Definition, Leistungen und Kosten

Grundpflege:
Das Wichtigste in Kürze

  • Grundpflege ist die Unterstützung bei alltäglichen körperbezogenen Verrichtungen: Körperpflege, Ernährung, Mobilität und vorbeugende Maßnahmen (Prophylaxen).
  • Im Sozialgesetzbuch XI heißt die Grundpflege heute „körperbezogene Pflegemaßnahmen“. Umgangssprachlich spricht man auch von direkter Pflege oder Basispflege.
  • Ab Pflegegrad 2 zahlt die Pflegekasse die Grundpflege durch einen ambulanten Pflegedienst über die Pflegesachleistung: 2026 bis zu 796 Euro im Monat bei Pflegegrad 2 und bis zu 2.299 Euro bei Pflegegrad 5.
  • Bei Pflegegrad 1 dürfen Sie den Entlastungsbetrag von 131 Euro im Monat auch für die Grundpflege durch einen Pflegedienst einsetzen.
  • Ohne Pflegegrad kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Grundpflege vorübergehend als häusliche Krankenpflege verordnen, zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt. Dann zahlt die Krankenkasse.

Was ist Grundpflege?
Definition und Bedeutung

Grundpflege ist die pflegerische Hilfe bei den täglichen Verrichtungen, die ein Mensch wegen Krankheit, Alter oder Behinderung nicht mehr allein bewältigt. Dazu gehören Waschen, Anziehen, Essen und Trinken, der Toilettengang und die Bewegung in der Wohnung. Grundpflege kann vorübergehend nötig sein, etwa nach einer Operation, oder dauerhaft, wenn ein Pflegegrad vorliegt.

Im Sozialgesetzbuch XI (SGB XI) wird die Grundpflege seit der Pflegereform 2017 als körperbezogene Pflegemaßnahmen bezeichnet. Bei Pflegediensten, Pflegekassen und im Alltag ist der Begriff Grundpflege aber weiter üblich. Das Ziel ist nicht, alles abzunehmen, sondern die Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten. Fachleute sprechen von aktivierender Pflege: Wir unterstützen dort, wo es nötig ist, und fördern, was Ihr Angehöriger noch selbst kann.

Was gehört zur Grundpflege?

Zur Grundpflege gehören vier Bereiche plus die Förderung der Selbstständigkeit. Welche Hilfen im Einzelnen nötig sind, legen wir gemeinsam mit Ihnen in der Pflegeplanung fest.

Körperpflege

  • Waschen am Waschbecken, in der Dusche oder im Bett
  • Duschen und Baden
  • Mund- und Zahnpflege, Pflege der Zahnprothese
  • Haarpflege und Rasur
  • Haut- und Nagelpflege
  • Hilfe beim Toilettengang und Intimpflege
  • Wechsel von Inkontinenzmaterial

Ernährung

  • Mundgerechtes Vorbereiten der Mahlzeiten
  • Anreichen von Essen und Getränken
  • Achten auf ausreichendes Trinken
  • Vorbereiten von Trink- oder Sondennahrung

Mobilität

  • Aufstehen und Zubettgehen
  • An- und Auskleiden
  • Gehen, Stehen und Treppensteigen
  • Umlagern und Positionieren im Bett
  • Begleitung beim Verlassen der Wohnung, etwa zum Arzt

Prophylaxen

  • Vorbeugung von Druckgeschwüren (Dekubitus)
  • Sturzprophylaxe
  • Thrombose- und Pneumonieprophylaxe
  • Kontrakturenprophylaxe durch Bewegung

Selbstständigkeit

  • Aktivierende Pflege im Alltag
  • Gespräche und Zuwendung
  • Orientierung und feste Abläufe bei Demenz
  • Erhalt gewohnter Tagesroutinen

Was gehört nicht zur Grundpflege? Einkaufen, Kochen, Putzen und Wäschewaschen zählen zur hauswirtschaftlichen Versorgung. Medizinische Maßnahmen wie Wundversorgung, Injektionen oder die Gabe von Medikamenten sind Behandlungspflege und werden ärztlich verordnet. Wie sich die Grundpflege bei Menschen mit Demenz anpasst, lesen Sie auf unserer Seite zum Schwerpunkt Demenz.

Kleine und große Grundpflege:
Der Unterschied

Ambulante Pflegedienste rechnen die Grundpflege in festen Leistungspaketen ab, den sogenannten Leistungskomplexen. Wie diese Pakete genau zusammengesetzt sind, regeln die Vergütungsvereinbarungen mit den Pflegekassen im jeweiligen Bundesland. Grob unterscheidet man die kleine und die große Grundpflege.

MerkmalKleine GrundpflegeGroße Grundpflege
KörperpflegeTeilwäsche von Gesicht, Händen, Oberkörper und IntimbereichGanzkörperwäsche, Duschen oder Baden
Dazu gehörtMund- und Zahnpflege, Kämmen, Rasur, An- und Auskleidenzusätzlich Haarwäsche sowie Haut- und Nagelpflege
Geeignet fürMenschen, die sich teilweise selbst versorgen könnenMenschen mit hohem Unterstützungsbedarf, häufig bettlägerig
Zeitaufwandgeringerdeutlich höher

Ist Ihr Angehöriger bettlägerig, findet die Grundpflege vollständig im Bett statt, inklusive Lagerung und Prophylaxen. Welche Leistungskomplexe zu Ihrer Situation passen und was sie kosten, besprechen wir im kostenlosen Erstgespräch.

Grundpflege oder Behandlungspflege?
Der Unterschied

Grundpflege und Behandlungspflege werden oft verwechselt. Der wichtigste Unterschied liegt beim Kostenträger: Die Grundpflege zahlt bei einem Pflegegrad die Pflegekasse, die Behandlungspflege zahlt die Krankenkasse auf ärztliche Verordnung.

MerkmalGrundpflegeBehandlungspflege
DefinitionUnterstützung bei täglichen Verrichtungenärztlich verordnete medizinische Maßnahmen
BeispieleWaschen, Ankleiden, Essen anreichen, Mobilität, ProphylaxenWundversorgung, Injektionen, Medikamentengabe, Katheterpflege
Wer führt sie durchPflegekräfte oder pflegende Angehörigeexaminierte Pflegefachkräfte
RechtsgrundlageSGB XI (dauerhaft) oder SGB V (vorübergehend)SGB V (§ 37)
KostenträgerPflegekasse (im Rahmen des Pflegegrades)Krankenkasse (bei ärztlicher Verordnung)

Mehr zu den medizinischen Leistungen finden Sie auf unserer Seite zur Behandlungspflege.

Wer bezahlt die Grundpflege?
Kosten und Pflegegrad

Mit Pflegegrad: Pflegekasse nach SGB XI

Ab Pflegegrad 2 übernimmt die Pflegekasse die Kosten für die Grundpflege durch einen zugelassenen ambulanten Pflegedienst. Das Budget dafür heißt Pflegesachleistung. Wir rechnen direkt mit Ihrer Pflegekasse ab, Sie müssen nicht in Vorleistung gehen.

PflegegradPflegesachleistung pro Monat (2026)
Pflegegrad 1keine Pflegesachleistung, aber Entlastungsbetrag von 131 Euro auch für Grundpflege nutzbar
Pflegegrad 2bis zu 796 Euro
Pflegegrad 3bis zu 1.497 Euro
Pflegegrad 4bis zu 1.859 Euro
Pflegegrad 5bis zu 2.299 Euro

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, Leistungsbeträge der Pflegeversicherung 2026.

Reicht das Budget für den vereinbarten Umfang nicht aus, zahlen Sie die Differenz selbst. Nutzen Sie die Pflegesachleistung nur teilweise, zahlt die Pflegekasse Ihnen den nicht genutzten Anteil anteilig als Pflegegeld aus (Kombinationsleistung). Einen Überblick über alle Ansprüche finden Sie in unserem Ratgeber zu den Pflegegraden.

Ohne Pflegegrad: Krankenkasse nach SGB V

Nach einem Krankenhausaufenthalt, einer ambulanten Operation oder bei einer schweren Erkrankung kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Grundpflege als häusliche Krankenpflege verordnen, sofern kein Pflegegrad 2 bis 5 vorliegt. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten dann in der Regel für bis zu vier Wochen je Krankheitsfall. Versicherte ab 18 Jahren zahlen 10 Prozent der Kosten für höchstens 28 Tage im Kalenderjahr sowie 10 Euro je Verordnung zu.

Was kostet Grundpflege beim Pflegedienst?

Die Preise richten sich nach den Leistungskomplexen, die in Berlin mit den Pflegekassen vereinbart sind. Dazu kommt eine Pauschale für die Anfahrt. Wie viel Ihres Budgets die Grundpflege verbraucht, hängt davon ab, wie oft und in welchem Umfang wir kommen. Nach dem Erstgespräch erhalten Sie von uns einen schriftlichen Kostenvoranschlag, damit Sie vorab wissen, ob die Pflegesachleistung ausreicht.

So läuft die Grundpflege mit
Amor Pflegedienst ab

  • Kostenloses Erstgespräch: Wir besuchen Sie zu Hause und nehmen gemeinsam mit Ihnen und Ihren Angehörigen den Unterstützungsbedarf auf.
  • Pflegeplanung: Wir legen fest, welche Leistungen wir übernehmen, zu welchen Zeiten und wie oft wir kommen, ob einmal am Morgen oder mehrmals am Tag.
  • Kostenvoranschlag und Pflegevertrag: Sie sehen vorab, was die Pflegekasse übernimmt und ob ein Eigenanteil entsteht.
  • Verlässliche Einsätze: Unser Pflegeteam kommt zu festen Zeiten und dokumentiert jeden Einsatz.
  • Laufende Anpassung: Ändert sich der Bedarf, passen wir die Pflege an und beraten Sie auch zu einem Antrag auf einen höheren Pflegegrad.

Amor Pflegedienst übernimmt die Grundpflege in Berlin, mit Schwerpunkt in Spandau und den umliegenden Ortsteilen sowie in Charlottenburg und Wilmersdorf. Der Medizinische Dienst hat die Qualität unserer Pflege mit der Note 1,5 bewertet. Wenn Sie zusätzlich Unterstützung im Haushalt oder eine Vertretung für pflegende Angehörige brauchen, kombinieren wir die Grundpflege mit Verhinderungspflege und hauswirtschaftlicher Versorgung.

Mehr zum Hintergrund der grundpflegerischen Versorgung lesen Sie in unserem Ratgeber.

Jetzt Beratung einholen oder rufen Sie uns an: 030 23 57 22 24

Häufige Fragen zur Grundpflege

Was ist Grundpflege?


Was gehört zur Grundpflege?


Was ist der Unterschied zwischen kleiner und großer Grundpflege?


Wer bezahlt die Grundpflege?


Ab welchem Pflegegrad gibt es Grundpflege durch den Pflegedienst?


Gehört Nagelpflege zur Grundpflege?


Was ist der Unterschied zwischen Grundpflege und Behandlungspflege?


Wie oft kommt der Pflegedienst zur Grundpflege?

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Amor Pflegedienst begleitet Sie

Ob kleine oder große Grundpflege, Pflege im Bett oder Unterstützung am Morgen: Wir klären mit Ihnen, was Ihnen zusteht, rechnen die Pflegesachleistung durch und begleiten Sie in Spandau, Charlottenburg und Wilmersdorf. Das Erstgespräch ist kostenfrei.